Covid-19 / Keine Reiseeinschränkungen im Falle einer Krebstherapie

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Was ist Vitamin B17?

Vitamin B17- eine Zusammenfassung

Wir wenden in der Praxis komplementär und alternativ medizinische Methoden der Krebsbekämpfung an.
Die wichtigste Rolle hierbei spielt das Vitamin B17, auch Amygdalin oder Laetrile genannt.

In den 1970 er Jahren repräsentierte Vitamin B17 eines der populärsten nicht konventionellen Antitumorverfahren.
Allein im Jahre 1978 erhielten 70.000 amerikanische Krebspatienten diese Therapie.

Befürworter und Anwender sehen im Vitamin B17 ein natürliches Medikament gegen Krebs, bildlich gesprochen „eine Chemotherapie der Natur“. Kritiker hingegen verneinen diese Eigenschaften und warnen sogar vor der Anwendung.

Ich will versuchen, etwas Licht in diese Fragestellung zu bringen.


Geschichte von Vitamin B17

Seit sehr langer Zeit, wohl mehr als 1000 Jahre wird die weiche Mandel im Inneren des Aprikosenkern als Heilmittel verwendet. Vor allem fand das Heilmittel Anwendung in den Gebieten der Hunzas und in der Osttürkei.

Die europäische Geschichte vom Amygdalin als Medikament ist fast 200 Jahre alt. Bereits im Jahre 1830 wurde diese Substanz aus der Bittermandeln extrahiert. (1) Man erkannte eine positive Wirkung auf ein Tumorgeschehen und es wurde im 19. Jahrhundert regelmäßig als Antikrebsmedikament eingesetzt. In Russland und Amerika wurden im 19. Jahrhundert verschiedene Untersuchungen über die Wirksamkeit von Vitamin B 17 unternommen. (2)

Seinen Höhepunkt erlebte Vitamin B 17, auch Amygdalin genannt, in den 1970 er Jahren, als es in den USA zu dem populärsten alternativen Krebsmedikament zählte. So z. B. wurde 1978 von mehr als 70.000 Anwendungen pro Jahr berichtet. (3)

Durch das erhöhte Interesse der Ärzte und Patienten wurden auch zunehmend mehr wissenschaftliche Untersuchungen vorgenommen.

Bei diesen Untersuchungen wurde es deutlich, dass um eine ausreichende Wirksamkeit von Vitamin B 17 zu erreichen, die Reinheit der Substanz von größter Wichtigkeit ist.

Diese Erkenntnis ist auch Grund dafür, dass wir in der Praxis nur höchst reine, pharmazeutisch geprüfte Präparate von Amygdalin verwenden.

Nachdem die Popularität von Vitamin B 17 in den USA so angestiegen war, traten entsprechend Kritiker auf den Plan. Es wurde immer wieder die Problematik der Blausäurevergiftung angesprochen, obwohl es hierfür kaum wissenschaftliche Belege gab.

Trotz unterschiedlicher Datenlage äußerte die FDA Bedenken und unterband die weitere Anwendung in den USA.

Leider wurde durch diese Entwicklung die Aufmerksamkeit für Vitamin B 17 mit den Jahren international immer geringer. Es wurde zu einer Außenseiter Therapie. Das änderte sich, als Dr. Nieper in Hannover stationär und später auch ambulant Vitamin B 17 erfolgreich einsetzte.

Durch Dr. Nieper wurde ich mit dieser Substanz bekannt und wende sie seit den neunziger Jahren in meiner ärztlichen Praxis an. Mittlerweile folgten viele Ärzte und Heilpraktiker.

Die Vitamin B 17 Therapie ist wieder eine der populärsten, nicht konventionellen Antitumorhandlungen geworden.

Aufgrund der positiven Berichte über die Wirkung und Anwendung von Vitamin B 17 durch zunehmend mehr Therapeuten gibt es in der Frankfurter Universitätsklinik eine Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern, die sich mit der Wirkweise und Anwendung von Vitamin B 17 als Medikament beschäftigen. Es konnten vielerlei neue Erkenntnisse dazugewonnen werden. Über diese Erkenntnisse berichte ich später.


Klinische Anwendung von Vitamin B 17:

Leider sind klinische Daten über die Vitamin B 17 Therapie recht rar. Das hat seinen Grund darin, dass es sich hierbei um eine Natursubstanz handelt, die nicht patentierbar ist und somit kein großes Interesse der Industrie und Forschungsinstitute weckt.


Studienbeispiele aus der Anfangszeit der Vitamin B17 Therapie:

Morrone berichtete von einer Tumorreduktion bei acht von zehn Krebskranken. Er verwendete zwei Injektionen von je 1000 mg pro Woche. (4) Hier ist hinzuzufügen, dass es sich dabei um eine sehr geringe Dosierung handelt und trotzdem zu solchen guten Ergebnissen geführt hat.Wir wenden zum Beispiel eine bis zu zehn fach höhere Dosierung an, um einen therapeutischen Erfolg zu erzielen.

Der oben genannte Dr. Nieper in den siebziger Jahren veröffentliche ähnliche Befunde in einer Studie, bei der er Amygdalin bei mindestens fünf von 30 Patienten eine deutliche Besserung erzielte. Er verwendete Amygdalin als orale Kapsel in einer Dosierung zwischen 100 mg bis 1000 mg. Auch das ist eine recht niedrige Dosierung. Umso bedeutender sind die Therapieergebnisse. (5)

Dr. Navarro 1974 zeigte in einer Studie auf, dass die Lebenszeit von schwer kranken Krebspatienten verlängert werden konnte, allein durch die Gabe von 100 mg bis 500 mg.

Eine sehr große Studie an 500 Patienten führte Vitamin B 17 zu einem signifikanten messbaren Krankheitsstoff oder eine deutliche Verkleinerung der Tumore und zu einem messbaren besseren Wohlbefinden der Patienten.

Es wurden 150 Patienten im Endstadium einer Krebserkrankung, man konnte nichts mehr für Sie tun, mit Vitamin B 17 mit einer täglichen Dosis bis zur 1000 mg oral oder intravenös behandelt. Bei 21 % konnte ein vollständiger Wachstumsstopp erreicht werden. Hier muss unbedingt beachtet werden, dass es sich um unheilbare, aufgegebene Patienten gehandelt hat und das bei einer recht niedrigen Dosierung von Vitamin B 17. (6), (7)

Leider fehlen weitere klinische Studien. Das Forscherteam um Professor Blaheta in der Universitätsklinik in Frankfurt bemühen sich mehr klinische Daten an Patienten ermitteln zu können. Es soll eine Anwenderstudie geplant sein. Ich werde entsprechend, wenn Entscheidungen gefallen sind, an dieser Stelle berichten. (8), (9)


Toxizität von Amygdalin

Immer wieder kommt das Argument der Giftigkeit und Toxizität wegen Blausäure in die Diskussion. Aus diesem Grunde hat die Arbeitsgruppe in Frankfurt eine toxikologische Studie durchgeführt, also Blausäure-Messungen im Blut von Patienten vor einer Behandlung, während einer Behandlung und nach einiger Zeit nach Abschluss einer Behandlung durchgeführt.

Es wurden 120 zufällig ausgewählte Patienten in verschiedenen Arztpraxen untersucht und es konnte kein Anstieg des Blausäuregehaltes im Blut gemessen werden, noch traten Zeichen von Vergiftung auf.

Die Arbeitsgruppe bereitet die vorliegenden Daten zurzeit auf und nachdem sie veröffentlicht sein werden, werden sie dem Prüfungsausschuss für Arzneimittelbewertung vorgelegt und es ist dann zu erwarten, dass die Warnungen wegen angeblicher Giftigkeit zurückgenommen werden können.

Trotz der positiven Befunde bei den Patienten in den entsprechenden ärztlichen Praxen werden immer wieder Fälle dokumentiert, dass Kinder Schaden genommen haben sollen. Die Auswirkung von Vitamin B 17 auf Kinder ist überhaupt nicht erforscht und vollkommen unbekannt, deshalb muss unbedingt davor gewarnt werden, bei Kindern die noch im Wachstum sind, Vitamin B 17 anzuwenden.

Es konnten auch unterschiedliche Reaktionen wegen nicht gleichbleibender Qualität des Vitamin B 17 gezeigt werden.

Prof. Blaheta und seine Mitarbeiter in der Frankfurter Universitätsklinik kamen zu dem Schluss, dass eine Blausäurevergiftung unter normalen Amygdalin-Dosierungen bei höchster Qualität der Rohstoffe unwahrscheinlich ist.


Nebenwirkungen bei Vitamin B17 Behandlungen

Wie bei jedem Arzneimittel gibt es auch bei Vitamin B 17 Unverträglichkeiten. Diese Unverträglichkeiten können allergische Reaktionen sein, Reaktionen im Magen-Darm-Trakt, wie Übelkeit und Erbrechen oder Hautausschläge. Bei der praktischen Anwendung wird regelmäßig vor Beginn einer Behandlung diese Unverträglichkeit durch einen Allergietest ausgeschlossen.

Ansonsten ist die Verträglichkeit von Vitamin B 17 sehr gut. Auch andere Kollegen, die jahrzehntelange Erfahrungen mit diesem Medikament haben, berichten über eine gute Verträglichkeit und selten über Nebenwirkungen.

Die richtige Anwendung und die garantierte Qualität der verwendeten Vitamin B 17 Präparate sind natürlich Voraussetzung für diese Aussage.


Erfahrungen mit Vitamin B17 und Zusammenfassung

Nach meiner jahrzehntelangen Anwendung an Krebspatienten komme ich persönlich zu der Ansicht, dass es sich hierbei um ein gut verträgliches, gut untersuchtes und wirksames Medikament handelt, das einen positiven Einfluss auf die Hemmung von Krebszellen hat und wie neue wissenschaftliche Studien zu Vitamin B17 gezeigt haben, auch gegen die Metastasenbildung wirkt.

Es ist natürlich weitere Forschung notwendig. Ich verweise hier auf die gemeinnützige Norbert und Britta Mut Stiftung, die sich zur Aufgabe gemacht hat die Erforschung des Vitamin B 17 voranzubringen. Die Stiftung ist auch dankbar für jede Art von finanzieller Unterstützung.


Literatur

1. Wisniak J, Robiquet P-J. Emergent topics on chemistry education. Educ quím 2013; 24: 139 – 149
2. Moss RW. The Laetrile Controversy. In: Moss RW. The Cancer Industry: The Classic Expose on the Cancer Establishment. Brooklyn
3. Moss RW. Patient perspectives: Tijuana cancer clinics in the post-NAFTA era. Integr Cancer Ther 2005; 4: 65 – 86
4. Morrone JA, Chemotherapy of inoperable cancer. Preliminary report of 10 cases treated with laetrile. Exp Med Surg 1962; 20: 299 – 308
5. Weber P. Influence of amygdalin treatment on clinical progress and tumor relevant serum enzymes in 29 cancer patients. Doctoral thesis. Medical faculty of the Georg August-University Göttingen, Germany, 1975
6. Navarro, MD. Five years experience with Laetrile therapy in advanced cancer. Acta Uno Int Contra Cancum 1959.15: 209 – 21
7. Navarro MD. Laetrile therapy in cancer. Acta Unio Int Contra Cancrum 1964; 20: 392 – 394
8. Makarević J, Rutz J, Juengel E, Kaulfuss S, Reiter M, Tsaur I, Bartsch G, Haferkamp A, Blaheta RA. Amygdalin blocks bladder cancer cell growth in vitro by diminishing cyclin A and cdk2. PLoS One 2014; 9: e105590
9. Makarević J, Rutz J, Juengel E, Kaulfuss S, Tsaur I, Nelson K, Pfitzenmaier J, Haferkamp A, Blaheta RA. Amygdalin influences bladder cancer cell adhesion and invasion in vitro. PLoS One 2014; 9: e110244