Covid-19 / Keine Reiseeinschränkungen im Falle einer Krebstherapie

Reiseeinschränkungen gelten nicht im Falle von tumorbedingten Therapien, auch Hotelübernachtungen sind in diesem Fall möglich. Gerne stellen wir Ihnen eine entsprechende Bescheinigung aus, damit Sie Ihre Therapie nicht verschieben müssen. Wir sind weiterhin für Sie da!

Epigenetik und Krebszellen

In der Krebsforschung wird ein vollkommen neue Strategie verfolgt: die sogenannte epigenetische Veränderungen spielen bei verschiedenen bösartigen Erkrankungen eine wichtige Rolle.

In der gesamten medizinischen Wissenschaft weltweit wird daran gearbeitet, diese Prozesse besser zu verstehen. Dabei hat man die Hoffnung, schädliche Modifikationen und kranke Zellen bald zu erkennen und deren negative Entwicklung rückgängig machen zu können.

Krebs ist eine heimtückische Erkrankung. Krebszellen vermehren sich dabei unkontrolliert und breiten sich irgendwann in anderen Körperregionen aus. Diese Krebsgeschwülste verdrängen gesundes Gewebe und zerstören schließlich ihre Umgebung, bis hin der Zerstörung des ganzen Körpers.

Lang galten Veränderungen der Erbsubstanz, also die DNA, als alleiniger Auslöser für Krebs. Es wurden Mutationen festgestellt und sie verantwortlich gemacht für die Entwicklung und das Fortschreiten von Krebserkrankungen.

Solche Mutationen führen häufig dazu, dass bestimmte Gene und in der Folge bestimmte Funktionen in der Zelle nicht mehr funktionieren. Es handelt sich dabei um solche, die vor allem die Zellteilung überwachen. So läuft das bei gesunden Zellen bestehende Gleichgewicht zwischen Vermehrung und Zelltod aus dem Ruder und es entsteht Krebs.

In den vergangenen Jahren haben Forscher allerdings herausgefunden, dass die Vermehrung von Krebszellen auch auf eine ganz andere Weise gestört werden kann. Man fand heraus, dass es eine ganz spezifische falsche chemische Markierung im Erbgut gibt, dass die Zelle veranlasst, sich wie eine Krebszelle zu verhalten und zu entwickeln.

Wie Lesezeichen in einem Buch oder Markierungen mit einem Textmarker sorgen diese Marker dafür, dass manche Informationen abgelesen werden und andere nicht. Befinden sich die Marke an einer verkehrten Stelle in der DNA werden wichtige Gene womöglich versehentlich stillgelegt oder normalerweise überhaupt nicht aktive Gene fälschlicherweise angeschaltet. Das kann den gleichen Effekt haben wie eine Mutation in einem Gen.

Diese Mechanismen, die das Ablesen der DNA kontrollieren nennen die Wissenschaftler Epigenetik.

Zunehmend gerät diese Art der Erkenntnis in den Fokus wissenschaftlicher Aktivität, um daraus therapeutischen Nutzen bei der Behandlung von Krebserkrankungen zu ziehen. Diese übergeordnete Maschinerie, mit der eine Zelle die Aktivität ihrer Gene reguliert lässt sehr viele Möglichkeiten offen, tief greifende Wirkungen in den Krebszellen zu erzielen.

Alle Zellen im Körper haben das gleiche Erbgut. Das Erbgut liegt in der DNA. Man könnte das Bild verwenden, das gesamte Buch des Lebens eines Menschen ist in die DNA eingeschrieben.

Aber nicht jede Zelle braucht die gesamte Information des ganzen Körpers. Die Hautzelle nur das Thema Haut, die Leberzelle nur das Thema Leber, die Knochenzellen nur alles was über den Knochen zu wissen ist usw. Aber alle haben das gleiche Erbgut den gleichen eingeschriebenen Text im Buch des Lebens.

Durch das An- und Abschalten von Genen kann ein Organismus flexibel auf Umwelteinflüsse reagieren. So hängen Eigenschaften wie die allgemeine gesundheitliche Konstitution nicht nur von den vererbten Veranlagungen ab, sondern auch von äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Ernährung, Stress, sportliche Betätigung und vieles mehr.

Bei vielen, wenn nicht sogar den meisten aller Krebserkrankungen spielen epigenetische Veränderungen eine Rolle. Das ist mittlerweile medizinischer wissenschaftlicher Konsens. Wird zum Beispiel in einer Zelle versehentlich ein Wächter für die Zellteilung ausgeschaltet, dann bleibt dieses Gen auch in den folgenden Generationen stumm. Die Zelle beginnt sich ungehemmt zu vermehren und handelt, als wäre das Gen defekt oder mutiert.

Es gibt aber einen hoffnungsvollen Unterschied zwischen einer Mutation und Epigenetik. Eine Mutation kann man bislang niemals rückgängig machen. Das Buch des Lebens ist geschrieben, das kann man nicht umschreiben. Aber das ist eine hoffnungsvolle Zukunftsvision können schädliche epigenetische Veränderungen rückgängig gemacht werden.

Was jetzt noch wie eine Zukunftsvision klingt, wird mit Hochdruck wissenschaftlich erforscht. Dafür müssen die Wissenschaftler allerdings zunächst den Code besser verstehen.

Wir setzen in der Praxis moderne Technologien der DNA Sequentierung in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford ein. Die gewonnenen Ergebnisse werden durch Algorithmen weltweit renommierter Genforschungsinstitute ausgewertet.

Doch wie steuert eine Zelle eigentlich die Aktivität ihrer Gene? Epigenetisch Markierungen sind zum Beispiel kleine chemische Modifizierungen der DNA, die verhindern, dass bestimmte Gene abgelesen werden. Andere Markierungen befinden sich an Eiweißen den sogenannten Histonen. Das sind Verpackungsmoleküle die verantwortlich dafür sind, dass entsprechende nicht benötigte Abschnitte der DNA stillgelegt werden.

Diese Eiweiße dienen dazu, die meterlange DNA so aufzuwickeln und zu falten, dass sie überhaupt in den Zellkern hineinpasst. Die Dichte dieser Verpackungen regulieren epigenetische Moleküle.

Diese Histonmarkierungen sind für die praktische Bedeutung der Epigenetik von außerordentlicher Wichtigkeit. Es ist möglich die molekularen Werkzeuge zu beeinflussen, die die Markierungen an den Histonen anbringen, zu entfernen und zu lesen. Das erfolgt mit Schreib-, Lösch- und Leseproteinen. Die Aktivität dieser Moleküle lässt sich in vielen Fällen durch molekulare Helmstoffe reduzieren.

Das ist nicht alles Theorie. Das interessante an diesen Forschungsergebnissen ist, dass diese Moleküle, die die Aktivität der genetischen Hemmstoffe reduzieren, bereits in großer Zahl bekannt sind. Und es sind nicht fremde, noch zu entwickelnde chemische Substanzen, sondern es handelt sich dabei um Pflanzenstoffe, die in der normalen Nahrung und Natur vorkommenen.

Das in der Krebsmedizin und vor allem in der alternativen Krebsmedizin sehr bekannte Medikament Curcumin spielt eine zentrale Rolle. Es ist in der Lage neben anderen interessanten Farbstoffen aus Pflanzen wie zum Beispiel der rote Farbstoff des Rotweins, der Himbeeren, Heidelbeere, die epigenetischen Vorgänge direkt ein und auszuschalten und somit soll die Krebszelle wieder in die Lage zurückversetzt werden, wie eine normale Körperzelle zu funktionieren und es funktioniert in der Zelle wieder ein ganz normaler Lebenszyklus mit Zellteilung, Alterung und Sterben.

Hierüber müssen noch viele wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden.

Ich werde an dieser Stelle über weitere Fortschritte der wissenschaftlichen Untersuchungen berichten.

 

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