Sauberes Blut – statt Gift im Körper
Apherese – Blutwäsche: Entgiftung und Anti-Krebs-Therapie – ein neuer Ansatz für Therapie und Prävention
Es gibt Momente in der Krebsbehandlung, in denen der Körper mehr braucht als Unterstützung durch Vitamin B17, Ivermectin, Vitamine, Ernährung, Säfte, Basenbäder. Manchmal genügt es nicht, die Tür für die Entgiftung zu öffnen – manchmal muss man aktiv eingreifen, gezielt, präzise und mit medizinischer Kraft. Genau hier kommt die Apherese, auch Blutwäsche genannt ins Spiel: ein modernes, hochwirksames Verfahren, das wie ein chirurgischer Eingriff am Blut wirkt – ohne Messer, ohne Narbe, aber mit einer Tiefe, die kein anderes Entgiftungsverfahren erreicht.
Apherese bedeutet wortwörtlich „Herausnahme“. Das Blut wird wie bei einer Dialyse über ein spezielles Filtersystem aus dem Körper geleitet. Doch im Gegensatz zur Dialyse, die vor allem Wasser und Stoffwechselreste entfernt, ist die Apherese ein intelligenter Filter, der gezielt das herausnimmt, was Krebspatienten belastet: Chemotherapierückstände, Entzündungsstoffe, Schadstoffe aus Umweltbelastungen, überschüssige Lipide und – von besonderer Bedeutung – zirkulierende Tumorzellen und deren Bestandteile.
Man kann sich die Apherese vorstellen wie eine Art Blutwäsche auf molekularer Ebene. Das Gerät erkennt nicht „Zellen“, sondern Strukturen: Proteine, Entzündungsbotenstoffe, Krebszellfragmente, Zytokine, oxidierte Fette. All das, was den Körper in einer Krebstherapie überlastet, wird herausgefiltert – und das gereinigte Blut fließt unmittelbar zurück in den Körper. Keine Pause, kein Verlust, keine künstliche Substanz. Es ist Ihr Blut – nur sauberer, leichter, klarer.
Für Krebspatienten hat diese Technik drei große Vorteile:
Erstens: Entgiftung nach der Chemotherapie.
Chemotherapeutika kann Enormes leisten, aber sie hinterlassen Spuren – Stoffwechselreste, toxische Zwischenprodukte, entzündliche Botenstoffe. Viele Patienten berichten nach einer Apherese von einer fast unerwarteten Klarheit: weniger Übelkeit, weniger Kopfschwere, klarerer Kopf, mehr Energie. Das liegt daran, dass der Körper nicht mehr im Giftnebel steht, sondern endlich frei atmen kann.
Zweitens: Reduktion zirkulierender Tumorzellen.
Tumoren geben ständig Zellen und Zellfragmente ins Blut ab. Diese zirkulierenden Tumorzellen gelten als Risikomarker für Metastasierung und Rückfall. Während die Schulmedizin sie misst, aber nicht aktiv entfernt, kann die Apherese genau das: Sie filtert sie heraus. Nicht symbolisch – tatsächlich, physisch, messbar. Jede Senkung der Last bedeutet weniger Angriffspotenzial im Körper.
Drittens: Entzündungsreduktion.
Krebs gedeiht in einem entzündlichen Milieu. Apherese entfernt Zytokine wie TNF-α, IL-1 oder IL-6 – die Feuerfunken chronischer Entzündungen. Viele Patienten berichten nach einer Behandlung, dass sie ruhiger schlafen, weniger Schmerzen empfinden, und dass sich der Körper „endlich beruhigt“ anfühlt.
Apherese ist keine Wellnessmaßnahme, kein Detox-Trend. Sie ist ein ernstzunehmendes, ärztlich gesteuertes Verfahren, das dort wirkt, wo der Körper an seine Grenzen stößt. Sie ersetzt nicht Ernährung, nicht Low-Carb, nicht Enzyme – sie verstärkt sie. Sie verschafft dem Körper Raum, damit alle anderen Therapien wieder wirken können.
In der Summe ist Apherese wie ein großer Reset-Knopf für den Stoffwechsel: Sie reinigt, beruhigt, entlastet – und gibt dem Körper die Kraft zurück, die er im Kampf gegen den Krebs so dringend braucht.
Was in der „Blut-Waschmaschine“ passiert: Aufbau und Funktion der Apherese
Um zu verstehen, was bei einer Apherese eigentlich passiert, hilft es, sich das Verfahren wie eine gut organisierte Waschstraße für Ihr Blut vorzustellen. Anders als bei einer Chemotherapie, die im ganzen Körper verteilt wirkt, arbeitet die Apherese mechanisch und sehr gezielt: Bestimmte Bestandteile des Blutes werden herausgefiltert, andere bleiben unverändert und werden Ihnen direkt wieder zurückgegeben.
Der Ablauf beginnt mit einem venösen Zugang, meist über eine Armvene oder – bei intensiveren Verfahren – über einen speziellen Katheter. Eine Pumpe im Gerät übernimmt dann die Arbeit des Herzens „im Kleinen“: Sie zieht kontinuierlich geringe Mengen Blut aus dem Körper, so dass Sie als Patientin oder Patient nicht das Gefühl haben, „leergepumpt“ zu werden. Das Blut fließt über einen Schlauch in das Apherese-Gerät, wo der eigentliche Trennprozess stattfindet.
Im Inneren des Geräts wird das Blut in seine Bestandteile aufgeteilt. Das geschieht je nach System über spezielle Membranfilter, die wie ein sehr feinporiger Sieb wirken. Vereinfacht gesagt: Die Blutzellen – also rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen – werden von der flüssigen Phase, dem Plasma, getrennt. Diese Zellen sind gewissermaßen die „lebendige Fracht“ des Blutes und werden in der Regel geschont und unverändert wieder in den Körper zurückgesendet.
Mit dem Plasma passiert dann das Entscheidende: Es ist der Teil des Blutes, in dem viele Stoffe gelöst sind, die wir bei Krebspatienten gezielt reduzieren möchten – etwa Entzündungsmediatoren, bestimmte Gerinnungsstoffe, Lipoproteine, zirkulierende Tumorfragmente oder toxische Belastungen. Je nach Verfahren wird dieses Plasma nun über Filter, Adsorber-Kartuschen oder andere Modulsysteme geführt. Man kann sich diese Module wie Spezialfilter vorstellen, die ganz bestimmte Stoffgruppen „lieben“ und sie aus dem Plasma herausziehen. Alles, was der Körper behalten soll, fließt weiter, das, was stört, bleibt an der Filteroberfläche hängen.
Während dieses Prozesses überwacht das Gerät ständig Drücke, Flussgeschwindigkeiten und Luftblasen. Mehrere Sicherheitssensoren sorgen dafür, dass der Kreislauf stabil bleibt, keine Luft in den Blutstrom gelangt und keine Überlastung des Gefäßsystems auftritt. Für Sie als Patient verläuft die Behandlung deshalb meist erstaunlich unspektakulär: Sie sitzen oder liegen, können lesen, zuhören oder ruhen – während Ihr Blut im Hintergrund durch diese „Reinigungsstraße“ läuft.
Nachdem das Plasma bearbeitet wurde – zum Beispiel gefiltert, adsorbiert oder, wie in unserem Fall, zusätzlich auf 42,3 °C erhitzt und dann wieder abgekühlt –, wird es zusammen mit den zuvor separierten Blutzellen wieder gemischt und über den Rücklaufschlauch in den Körper zurückgegeben. Der Blutkreislauf bleibt dabei geschlossen; zu keinem Zeitpunkt befindet sich „viel Blut“ außerhalb des Körpers, sondern immer nur eine kleine, kontrollierte Menge. Dieser kontinuierliche Kreislauf läuft so lange, bis ein definiertes Volumen Ihres Plasmas gereinigt wurde.
So entsteht ein sehr eleganter Mechanismus: Das Apherese-Gerät arbeitet wie eine Kombination aus Herzpumpe, Feinsieb und Recyclinganlage. Es entlastet das Blut von Stoffen, die das Tumormilieu fördern oder den Stoffwechsel belasten, ohne die lebenswichtigen Blutzellen zu beschädigen. In unserem Gesamtkonzept aus Ernährung, Stoffwechseltherapie und gezielter Entgiftung ist die Apherese daher kein „technischer Fremdkörper“, sondern eine logische Ergänzung: Sie unterstützt genau das, was wir mit der Ernährung anstoßen wollen – eine Reinigung und Neuordnung des inneren Milieus, in dem sich der Tumor befindet.
Therapeutische Hyperthermie: Das Plasma-Fieber bei 42,3 °C
Bei der Apherese spielt die Temperatur des Blutes eine entscheidende Rolle – und deshalb wird das Plasma, bevor es in das Filtersystem gelangt, gezielt auf 42,3 °C erwärmt. Diese Zahl ist kein Zufall und auch keine technische Spielerei, sondern entspricht in etwa einem starken Fieber, wie der Körper es in Infekt- oder Entzündungsphasen selbst erzeugt. Man könnte sagen: Wir geben dem Plasma für wenige Minuten ein „kontrolliertes Fieber“, allerdings außerhalb des Körpers und unter streng überwachten Bedingungen.
Warum tut man das? Viele der Stoffe, die wir mit einer therapeutischen Apherese aus dem Blut entfernen möchten – zum Beispiel bestimmte Entzündungsfaktoren, zirkulierende Immunkomplexe oder schädliche Eiweiß-Fett-Verbindungen – sind eiweißbasiert. Eiweiße sind empfindlich gegenüber Temperatur. Schon wenige Grad über der normalen Körpertemperatur reichen aus, um ihre räumliche Struktur leicht zu verändern: Sie werden gewissermaßen „weicher“ und neigen eher dazu, Aggregate zu bilden. Das macht sie für die Filter und Adsorber leichter greifbar. Vereinfacht gesagt: Was wir loswerden wollen, wird durch die Erwärmung ein bisschen klebriger und auffälliger, ohne dass das gesamte Plasma Schaden nimmt.
Gleichzeitig verbessern sich durch die Erwärmung die Fließeigenschaften des Plasmas. Warmes Plasma ist dünnflüssiger als kaltes, es läuft gleichmäßiger durch Schläuche und Filtermembranen. Das reduziert Ablagerungen im System und unterstützt eine schonende, aber effiziente Reinigung. So können die Zielstoffe konzentrierter und vollständiger aus dem Blut „herausgefischt“ werden, während die für den Körper wichtigen Bestandteile – wie Albumin oder viele Gerinnungsfaktoren – weitgehend geschont bleiben.
Entscheidend ist dabei die feine Balance: Unterhalb von etwa 41 °C passiert an den relevanten Eiweißkomplexen oft noch zu wenig, der positive Effekt auf die Filterleistung wäre geringer. Oberhalb von circa 43 °C steigt dagegen das Risiko, dass Plasmaeiweiße stärker denaturieren oder die Gerinnung aktiviert wird – beides wäre unerwünscht und potenziell gefährlich. Die 42,3 °C sind daher so etwas wie eine therapeutische „Sweet Spot“-Temperatur: hoch genug, um krankmachende Strukturen gezielt zu beeinflussen, aber niedrig genug, um das Plasma insgesamt funktionstüchtig und sicher zu halten.
Wichtig zu verstehen ist auch: Es handelt sich dabei nicht um eine Art „Sterilisation“ des Blutes. Wir verbrennen nichts, wir kochen nichts ab. Die Erwärmung ist kurz, kontrolliert und dient ausschließlich dazu, bestimmte belastende Komponenten im Plasma so zu verändern, dass sie sich besser an die Filteroberfläche anlagern lassen und anschließend entfernt werden können. Das erwärmte und gefilterte Plasma wird danach wieder auf Körpertemperatur gebracht und dem Patienten zurückgegeben. Für Sie als Betroffene oder Betroffenen ist dieser Zwischenschritt in der Regel kaum spürbar – für die Wirksamkeit der Apherese kann er jedoch einen erheblichen Unterschied machen.
Wie eine Zentralheizung: Warum Plasma-Hyperthermie bei Krebserkrankungen oft mehr bringt als systemische Hyperthermie
Vielleicht fragen Sie sich nun, worin sich diese Plasma-Hyperthermie eigentlich von einer klassischen systemischen Hyperthermie unterscheidet, bei der der ganze Körper erwärmt wird. Das Prinzip dahinter lässt sich gut mit einer Zentralheizung vergleichen. Bei der systemischen Hyperthermie erhöhen wir – vereinfacht gesprochen – die „Raumtemperatur“ im ganzen Haus: Der gesamte Körper wird von außen erwärmt, die Kerntemperatur steigt, und alle Gewebe werden gleichmäßig mit erhöhter Wärme belastet. Das kann bestimmte Tumorzellen empfindlicher für Therapien machen und das Immunsystem aktivieren, ist aber immer durch die Belastbarkeit des Organismus begrenzt. Irgendwann wird dem Patienten schlicht zu heiß, der Kreislauf kommt an seine Grenzen, und man kann Temperatur und Dauer nicht beliebig steigern.
Bei der Plasma-Hyperthermie in der Apherese arbeiten wir eher wie der Heizkessel im Keller: Wir erwärmen nicht das ganze Haus, sondern gezielt das „Heizwasser“ – in unserem Fall das Plasma –, und zwar außerhalb des Körpers. Dieses Plasma wird auf die therapeutischen 42,3 °C gebracht, durchläuft das Filtersystem und wird danach wieder in einer für den Körper verträglichen Temperatur zurückgeführt. Für den Patienten bleibt die Körperkerntemperatur weitgehend stabil, während die krankmachenden Eiweiß- und Fettkomplexe im Plasma hochwirksam „bearbeitet“ und anschließend entfernt werden. So kombinieren wir zwei Effekte: die gezielte thermische Beeinflussung empfindlicher Strukturen und deren mechanische Entfernung aus dem Blutkreislauf.
Gerade bei Krebspatienten kann dieser Ansatz in vielen Fällen wirksamer sein als eine alleinige systemische Hyperthermie. Denn es geht nicht nur darum, Tumorzellen kurzzeitig „anzuwärmen“, sondern auch darum, das blutgetragene Umfeld des Tumors zu verändern: Entzündungsmediatoren, zirkulierende Tumorfragmente, Gerinnungsaktivatoren und andere belastende Faktoren lassen sich durch die Plasma-Hyperthermie besser markieren und im gleichen Schritt ausfiltern. Während die systemische Hyperthermie den Tumor eher von außen unter Hitzestress setzt, greift die Plasma-Hyperthermie den „Nährboden“ des Tumors im Blut an – und das bei deutlich geringerer Belastung für den Organismus insgesamt. In unserem metabolischen Gesamtkonzept fügt sich diese Form der Hyperthermie deshalb nahtlos ein: Sie unterstützt die Entgiftung, entlastet das Immunsystem und verändert das Tumormilieu, ohne den Patienten zusätzlich auszupowern.
Blutwäsche gegen stille Parasitenlast
Chronische Virusbelastungen und andere Parasiten sind tückisch – nicht, weil sie ständig dramatische Symptome machen, sondern weil sie im Hintergrund an unseren Zellen und unserem Immunsystem nagen. Sie können jahrelang im Körper bleiben, ohne dass man etwas davon bemerkt, und dennoch das Krebsrisiko deutlich erhöhen, weil sie die Erbinformation von Zellen verändern und dauerhafte Entzündungsprozesse unterhalten. Aus einem „harmlosen“ Virus oder Parasit wird so über Jahre ein stiller Mitspieler bei der Entstehung von Tumoren.
Bei der Apherese – der Blutwäsche – nutzen wir einen einfachen, aber wirkungsvollen Hebel: Wir greifen das Problem dort an, wo ein Teil der Parasitenlast tatsächlich „schwimmt“ – im Blutplasma. Viren und Parasiten bestehen nicht nur aus Erbmaterial, sondern sind von Eiweißstrukturen umgeben, oft zusätzlich von einer Hülle aus Fetten und Proteinen. Diese Eiweiß- und Fettstrukturen sind genau jene Bestandteile, die sich an Adsorber und Spezialfilter anlagern lassen. Wenn Blut in seine zellulären Bestandteile und das flüssige Plasma getrennt wird, kann das Plasma gezielt über solche Filter geleitet werden. Dort bleiben nicht nur freie Partikel hängen, sondern auch Fragmente, parasitäre Eiweiße und die dazugehörigen Immunkomplexe – also „Päckchen“ aus Bestandteilen und Antikörpern, die das Immunsystem ständig reizen.
Auf diese Weise lässt sich die zirkulierende Parasitenlast bei chronischen Belastungen schrittweise verringern. Wir entfernen nicht den ursprünglichen Infektionsherd in der Schleimhaut und den Organen – dafür braucht es Immunstärkung und eine kluge Prävention –, aber wir nehmen dem System einen Teil der ständigen Hintergrundbelastung. Weniger Partikel und weniger parasitäre Eiweißstrukturen im Blut bedeuten weniger Dauerfeuer auf Gefäße, Leber, Immunsystem und Knochenmark. Das Milieu wird ruhiger, chronische Entzündung kann abklingen, und das Risiko, dass diese „Dauergifte“ langfristig an der Entstehung von Tumoren mitarbeiten, wird reduziert.
In unserem Gesamtkonzept ist die Apherese deshalb nicht nur eine Methode zur Entgiftung von Krebszellen oder Toxinen, sondern auch ein Baustein, um bei Parasiten und viralen Belastungen, die krankmachende Komponente, also das Risiko aktiv anzugehen: indem wir das Blut von einem Teil jener Eiweiß-Partikel befreien, die Jahr für Jahr die Krebsgefahr mit anheizen.
Doppelmembranfiltration – die modernste und wirkungsvollste Form der Blutreinigung
Stellen Sie sich vor, Ihr Blut würde durch ein hochpräzises technisches System fließen, das so ausgeklügelt konstruiert ist, dass es belastende Stoffe nicht nur oberflächlich, sondern in mehreren fein abgestimmten Schritten erfasst. Genau das geschieht bei der Doppelmembranfiltration – einem Verfahren, das technisch weit über das hinausgeht, was herkömmliche Apheresesysteme leisten können.
Genau diese Technologie wenden wir in unserer Praxis an.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Kombination zweier hintereinander geschalteter Hochleistungsmembranen sowie einer integrierten, präzise gesteuerten Erwärmungseinheit. Diese Elemente arbeiten miteinander wie perfekt synchronisierte Bausteine eines hochmodernen Reinigungssystems.
Im ersten Schritt trennt die Maschine das Blut in seine festen Bestandteile und das Plasma. Diese Plasmatrennung ist bereits ein technisches Meisterwerk, denn sie muss schonend, konstant und ohne Verlust zellulärer Strukturen erfolgen. Doch das Besondere beginnt erst danach: Das abgetrennte Plasma wird zunächst moderat erwärmt. Diese kontrollierte thermische Vorbehandlung verändert die physikalischen Eigenschaften vieler im Plasma schwebender Partikel. Eiweißstrukturen, Lipidtröpfchen, zirkulierende Tumorzellen und komplexe Molekülaggregate werden dadurch besser erkennbar und in eine Form gebracht, die sich ideal für die nachfolgende hochselektive Filtration eignet. Diese Erwärmung erfolgt in einem absolut geschlossenen, sterilen und computergesteuerten Kreislauf, sodass Sicherheit und Präzision jederzeit gewährleistet sind.
Im nächsten Schritt durchläuft das erwärmte Plasma die zweite Membran – das Herzstück der gesamten Technologie. Die Doppelmembranfiltration nutzt ultrafeine Strukturen, die auf bestimmte Molekülgrößen und -formen abgestimmt sind. Dadurch gelingt es, unerwünschte Plasmafraktionen sehr gezielt zurückzuhalten, während kleinere, physiologisch wichtige Bestandteile passieren dürfen. Die technische Raffinesse besteht darin, dass beide Membranen unterschiedliche Aufgaben übernehmen: Die erste trennt das Plasma als Ganzes ab, die zweite arbeitet wie ein hochspezialisierter Feinstfilter. Genau diese Kombination macht das Verfahren so einzigartig. Wo herkömmliche Systeme meist nur eine Membran einsetzen oder das Plasma austauschen müssen, reinigt die Doppelmembranfiltration das körpereigene Plasma in zwei exakt aufeinander abgestimmten Schritten – ohne nennenswerte Verluste wertvoller Substanzen.
Diese Präzision ist besonders für Krebspatienten relevant, da sie häufig ein empfindliches Gleichgewicht im Blutbild und Immunsystem haben. Für sie ist es ein wesentlicher Vorteil, dass diese Technologie das eigene Plasma behält und lediglich belastende Fraktionen entfernt, statt aggressive Austauschlösungen einzusetzen oder mehrere Behandlungen zu benötigen.
Ein weiterer praktischer Vorteil ergibt sich direkt aus dieser technischen Überlegenheit: Weil das Plasma durch zwei Membranen läuft und zuvor thermisch optimiert wurde, ist die Reinigung in vielen Fällen so umfassend, dass eine einzige Sitzung genügt. Während andere Systeme normalerweise zwischen zwei und fünf Sitzungen brauchen, um vergleichbare Reinigungsgrade zu erreichen, reicht hier meist ein einziger Termin. Dadurch wird die Behandlung nicht nur schonender und logistisch einfacher, sondern auch deutlich kostengünstiger. Patienten müssen keine langen Serien von Terminen planen, und die Gesamtkosten reduzieren sich automatisch, weil keine mehrfachen Filterungen notwendig sind.
So entsteht ein Verfahren, das Hightech-Medizin im besten Sinne darstellt: hochpräzise, sorgfältig gesteuert, technisch elegant und so leistungsfähig, dass es in dieser Form derzeit kaum eine vergleichbare Alternative gibt. Die Doppelmembranfiltration ist kein austauschbares Blutreinigungsverfahren, sondern eine technisch außergewöhnliche Methode, die durch ihre Kombination aus thermischer Vorbereitung und dualer Filtration eine neue Generation der Apherese repräsentiert.
Anwendungen:
Apheresebehandlung und Long COVID
Apheresebehandlung von Long COVID in Verbindung mit der Spritze
Die „Intelligente Membran“ der Apherese
Wie die Apherese Therapie funktioniert und abläuft
Die Notwendigkeit der Apheresebehandlung
Apherese Therapie – Einblicke und Ziele
Apherese bei welchen Krankheiten?
Apherese bei Krebs
Apheresebehandlung und zirkulierende Tumorzellen (CTC)
Die Apheresebehandlung repräsentiert eine fortschrittliche medizinische Technik, die darauf ausgerichtet ist, unerwünschte Elemente selektiv aus dem Blutstrom zu extrahieren. Diese Methode findet Anwendung in der Entfernung von Toxinen, einschließlich Schwermetallvergiftungen, bietet therapeutische Ansätze bei Long-Covid-Syndromen sowie bei akuten und chronischen Infektionen.
Sie ist ein medizinisches Verfahren, das spezifische Bestandteile aus dem Blut entfernt. Es handelt sich dabei um eine Form der Blutreinigung, die ähnlich wie die Dialyse funktioniert, aber zielgerichteter bestimmte Blutbestandteile filtert. Diese Methode wird eingesetzt, um überschüssige oder schädliche Substanzen aus dem Blutkreislauf zu entfernen, die bei verschiedenen Erkrankungen auftreten können.
Das Wort „Apharese“ leitet sich vom griechischen „aphairesis“ ab, was „Entfernung“ oder „Wegnahme“ bedeutet. Technisch gesehen gibt es verschiedene Arten von Apharese, abhängig davon, welcher Bestandteil des Blutes entfernt wird:
- Plasmapherese: Hierbei wird das Plasma, der flüssige Teil des Blutes, in dem Blutzellen suspendiert sind, entfernt und oft durch eine Ersatzflüssigkeit (wie Albuminlösung oder Plasmaersatz) ersetzt.
- Zytapherese: Diese Technik zielt darauf ab, bestimmte Zellen aus dem Blut zu entfernen. Dazu gehören beispielsweise die Leukapherese, bei der weiße Blutzellen entnommen werden, oder die Erythrozytapherese, bei der rote Blutzellen entfernt werden.
Während des Apharese-Verfahrens wird dem Patienten Blut entnommen, üblicherweise aus einer Vene im Arm. Das Blut wird dann durch ein Gerät geleitet, das die zu entfernenden Bestandteile filtert. Das „gereinigte“ Blut wird anschließend dem Körper wieder zugeführt.
Die Apharesebehandlung wird häufig bei Erkrankungen angewandt, bei denen das Blut durch zu viele oder fehlerhafte Zellen, Eiweiße oder andere Substanzen belastet ist. Dazu zählen unter anderem:
- Autoimmunerkrankungen wie die Myasthenia gravis, bei denen Antikörper, die gegen körpereigenes Gewebe gerichtet sind, entfernt werden sollen.
- Stoffwechselerkrankungen, bei denen bestimmte Stoffwechselprodukte im Blut akkumulieren und zu Komplikationen führen können.
- Hämatologische Erkrankungen wie die Polycythaemia vera, bei der zu viele rote Blutzellen produziert werden und das Risiko für Thrombosen erhöht ist.
Das Verfahren wird in der Regel gut vertragen, kann aber Nebenwirkungen wie Blutdruckschwankungen, Müdigkeit und in seltenen Fällen Blutgerinnungsstörungen nach sich ziehen. Die genauen Risiken hängen von der Art der Apharese und dem Gesundheitszustand des Patienten ab.
Insgesamt stellt die Apharesebehandlung eine wichtige Behandlungsoption dar, die es ermöglicht, die Symptome bestimmter Krankheiten zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Wichtig ist, dass die Indikation und Durchführung der Apharese von einem qualifizierten Arzt nach sorgfältiger Diagnostik und Abwägung aller Gesundheitsaspekte entschieden wird.
Apheresebehandlung und Long COVID
Bei der Bekämpfung von Long Covid zeichnet sich die Apherese-Therapie als vielversprechender Ansatz ab. Obgleich entsprechende Studienergebnisse noch auf ihre Veröffentlichung in Fachjournalen mit Peer-Review warten, deutet unsere Erfahrung auf einen Erfolg hin. Ähnlich wie bei der Bekämpfung von Arterienverkalkung, wo die Apheresebehandlung bereits seit Jahren erfolgreich angewendet wird, liegen auch bei Covid-19 ähnliche pathologische Prozesse vor: Entzündungen der Gefäßwände, eine Neigung zu Blutgerinnseln und das Vorhandensein von toxischen Substanzen im Blut.
Im Zentrum unserer Praxisarbeit unter der Leitung von Dr. Puttich steht eine sorgfältige Anamnese. Nach dem Ausschluss anderer Ursachen für die Beschwerden führen wir spezialisierte Laboranalysen für Patienten durch, die eine Covid-19-Infektion überstanden haben. Die Apherese entfernt gezielt Blutbestandteile, die Gerinnung und Entzündungen fördern. Indikatoren wie TNF alpha, eine Reihe von Interleukinen, VEGF und Antikörper gegen Neurotransmitter, sowie das Gleichgewicht zwischen TH1- und TH2-Zellen werden dabei vor und nach der Apherese genau untersucht.
Unsere Praxis setzt auf eine fortschrittliche Kombinationstherapie, die die Apheresebehandlung mit einer photodynamischen Lasertherapie zur Förderung der Zellregeneration verbindet. Unterstützt wird dieser Prozess durch Infusionen, die Toxine binden, und durch orthomolekulare Infusionen zur Entzündungshemmung, was sich als besonders wirksam herausgestellt hat.
Normalerweise beginnen wir mit einer Apherese-Sitzungen. Im Anschluss bewerten wir erneut die Laborwerte, um die Fortschritte der Behandlung festzuhalten. Diese Werte, in Kombination mit der klinischen Beobachtung, bestimmen den weiteren Behandlungsverlauf und den Zeitpunkt einer möglicherweise zusätzlichen Apherese-Sitzungen. Zusätzlich kann die Bestimmung des genetischen Entzündungsniveaus, bekannt als „genetischer Zytokinpolymorphismus“, nützlich sein. Patienten mit einer genetisch bedingten höheren Neigung zu Entzündungen benötigen in der Regel mehr als eine Apheresebehandlungen.
Unser Hauptanliegen ist es, die Funktion und das Zusammenspiel Ihrer Zellen sowie des Immunsystems zu normalisieren.
In der Behandlung unserer Long Covid-Patienten mittels Apheresebehandlung konnten wir eine deutliche Verbesserung der Sauerstoffsättigung und eine Rückbildung neurologischer sowie kardialer Symptome beobachten.

Apheresebehandlung von Long COVID in Verbindung mit der Spritze
In unserer Praxis kümmern wir uns auch um Patienten, die Symptome entwickelt haben, die zeitlich nach einer Spritze gegen SARS-CoV-2 auftraten, oder bei denen sich bestehende Erkrankungen nach einer Spritze verschlimmert haben. Obwohl großangelegte Studien zu diesem Thema noch ausstehen, gibt es Hinweise darauf, dass die Spritzen in einigen Fällen Long COVID auslösen könnten. Für diese Annahme sprechen bestimmte Anzeichen und theoretische Modelle. Zum Beispiel könnten Autoantikörper, Entzündungen in den Gefäßwänden oder winzige Verschlüsse in den Gefäßen, die durch Spike-Proteine verursacht werden, eine Rolle spielen. Auch einzelne Fallberichte von verschiedenen Ärzten unterstützen diese Vermutung. Dennoch ist es wichtig, jeden Fall einzeln zu betrachten, denn pauschale Aussagen sind in der Medizin selten zielführend.
Unterstützung der Selbstheilungskräfte bei Long COVID Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk der Natur und verfügt über ausgeklügelte Selbstregulierungsmechanismen, die es ihm ermöglichen, sich auch unter Belastung wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Allerdings stellen chronischer Stress, Mangel an wichtigen Nährstoffen und die Belastung durch Umweltgifte, die oft Hand in Hand mit unserem modernen Lebensstil gehen, eine Herausforderung für unseren Körper dar.
Normalerweise hält unser System diesen Einflüssen stand, aber es gibt einen Punkt, an dem selbst die widerstandsfähigsten Mechanismen überfordert sind und zusammenbrechen können. Oft ist es eine akute Infektion, die den Körper an seine Grenzen bringt.
Um die Selbstheilungskräfte unseres Körpers nach einer Erkrankung wieder zu aktivieren, ist es unser Ziel, die Belastungen zu verringern. So schaffen wir Raum für die natürliche Regeneration. Hierbei setzen wir auf eine gründliche Diagnose und bewährte Therapieverfahren, um eine umfassende und gezielte Behandlung zu gewährleisten.
Die Diagnostik bei Long Covid-Patienten offenbart trotz einer Vielzahl an Symptomen auffallende Parallelen zum Chronischen Ermüdungssyndrom (CFS), besonders wenn es um das Hauptsymptom der anhaltenden Müdigkeit – bekannt als „Fatigue“ – geht. Obwohl die medizinische Forschung bereits eine breite Palette von Long Covid-Symptomen, insbesondere neurologischer und kardiologischer Natur, dokumentiert hat, ist es vor allem die chronische Erschöpfung, die deutliche Ähnlichkeiten mit Long Covid aufweist.
Die Apheresebehandlung begann ursprünglich als Methode zur medizinischen Entgiftung, hat sich jedoch als weit mehr erwiesen. Sie unterstützt nicht nur die Stärkung des Immunsystems, sondern auch die Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte. Besonders effektiv zeigt sie sich in der Entfernung von toxischen Substanzen aus dem Körper durch die Reinigung des Blutplasmas. Kombiniert mit einer vorbereitenden Behandlung, die Toxine mit Hilfe von Chelatbildnern bindet, verbessert sich die Effektivität dieses speziellen „Blutplasma-Filtrationsverfahrens“ noch weiter. Diese Methode wurde gezielt entwickelt, um Schadstoffe schnell und in signifikanten Mengen aus dem Körper zu entfernen.
Die Verbindung von Apheresebehandlung und Post- bzw. Long-Covid ergibt sich aus den Herausforderungen der letzten Jahre. Covid-19 hat das Leben vieler Menschen drastisch verändert und hinterlässt bei einigen langanhaltende Post-Covid-Symptome, die eine Rückkehr zum gewohnten Alltag erschweren. Dr. Puttich stellte durch die Auswertung von Daten den Zusammenhang zwischen Post-Covid, Long-Covid und dem Chronischen Ermüdungssyndrom (CFS) her. Er wies auf Autoantikörper und chronische Entzündungen als gemeinsame Merkmale hin.
In einer umfassenden Studie mit über 471 CFS-Patienten wurde die Bildung von Autoantikörpern gegen Neurotransmitter-Rezeptoren häufig in Verbindung mit chronischen Entzündungen und der Präsenz bestimmter toxischer Stoffe festgestellt. Bei der Behandlung von Post- und Long-Covid-Patienten wurden ähnliche Befunde bei vergleichbarer Symptomatik erzielt. Es hat sich gezeigt, dass die Apherese diese Autoantikörper sowie Entzündungswerte und toxische Belastungen nachhaltig reduzieren kann. Bei 70% der behandelten Fälle wurde eine signifikante Verbesserung festgestellt.

Die „Intelligente Membran“ der Apherese
Es ist wichtig zu verstehen, dass Apherese und Dialyse nicht dasselbe sind. Die Apherese bedient sich einer fortschrittlichen Technik, die weit über die Entfernung harnpflichtiger Stoffe, wie bei der Dialyse, hinausgeht. Sie nutzt spezialisierte, „intelligente“ Filter, die gezielt eine breite Palette von belastenden Substanzen aus dem Blut entfernen können. Dazu zählen falsch gebildete Autoantikörper, entzündungsfördernde Mediatoren, Umwelttoxine, Viruspartikel und mehr.
Ihr wahrer Wert zeigt sich insbesondere bei der Behandlung von immer häufiger auftretenden Autoimmunerkrankungen und bei Belastungen durch Umweltschadstoffe. Die Apherese kann oft einen entscheidenden Unterschied machen, indem sie spezifisch die Autoantikörper, die Krankheiten wie Rheuma, Hashimoto oder Polyneuropathie verursachen, sowie Entzündungsauslöser und krankmachende Umwelttoxine aus dem Blut filtert.
Nach mehr als 25.000 Anwendungen hat sich die Apheresebehandlung als zuverlässige Methode etabliert. Unser Ziel ist es, den Körper zu unterstützen, damit er seine natürliche Fähigkeit zur Selbstregulierung und seine volle Funktionsfähigkeit wiedererlangen kann.

Wie die Apherese Therapie funktioniert und abläuft
Die Effektivität der Apherese Therapie beruht auf dem Einsatz speziell entwickelter Filter aus einer hochmodernen Materialmischung. Diese Filter sind darauf ausgelegt, gezielt schädliche Substanzen aus dem Blut zu eliminieren, während lebenswichtige Blutzellen und Proteine unangetastet bleiben. Das Funktionsprinzip dieser Filter basiert auf selektiver Adsorption und Desorption – ein Vorgang, bei dem spezifische Adsorbermaterialien dazu verwendet werden, gezielt Moleküle aus dem Blut zu isolieren. Durch das Kombinieren unterschiedlicher Adsorber in einem Filter können bestimmte schädliche Moleküle aus dem Blut gefiltert werden.
Dank der ausgeklügelten Zusammensetzung der Adsorbermaterialien in den Filtern erreicht die Apherese eine hohe Effizienz bei gleichzeitiger Minimierung von Nebenwirkungen. Die entfernten Schadstoffe werden einer chemischen und biochemischen Analyse unterzogen, um die Menge der entfernten Toxine und Plasmarückstände zu bestimmen. Da die Apherese keinen Plasmaaustausch darstellt, kommt es dabei zu keinem Verlust von Elektrolyten oder Immunglobulinen. Die gezielte Durchführung der Apherese unterstützt die Entgiftung des Körpers ohne zusätzliche Belastung.
Die Apherese Therapie ist eines der effektivsten Verfahren, um Krankheitserreger aus Blut und Gewebe zu entfernen, die der Körper alleine nicht ausscheiden kann. Diese Technik entfernt Antigen-Antikörper-Komplexe, verbrauchte Immunkomplexe, Autoimmunkomplexe sowie Entzündungs- und Infektionsauslöser wie Bakterientrümmer und chronische Schmerzen verursachende Botenstoffe. Weiterhin ist sie in der Lage, pathologisch veränderte Eiweiße, die mit Toxinen wie Schwermetallen, Pestiziden und Lösungsmitteln belastet sind, aus dem Blut zu filtern.

Die Notwendigkeit der Apheresebehandlung
Die Auswirkungen der Umweltverschmutzung sind allgegenwärtig: Artensterben, Zerstörung von Lebensräumen und die zunehmende Kontamination mit Chemikalien und Schwermetallen kennzeichnen unsere Umwelt. Selbst im Trinkwasser finden sich manchmal Schadstoffe wie Blei, Quecksilber und Arsen.
Gemäß der aktuellen medizinischen Forschung können Chemikalien und Schwermetalle erhebliche Gesundheitsschäden verursachen und stehen in Verdacht, krebserregend zu wirken. Sie haben das Potenzial, genetisches Material in Zellkernen zu schädigen, was den ersten Schritt zur Krebsentstehung darstellen kann. Zusätzlich können sie die natürlichen Reparaturmechanismen der Zelle beeinträchtigen, wodurch sie als Kokarzinogene agieren: Sie verstärken den zellschädigenden Effekt von anderen Faktoren wie radioaktiver Strahlung oder chemischen Substanzen, indem sie die Arbeit der Reparaturenzyme behindern, die normalerweise Zellschäden beheben würden.
Aktuelle Forschungen zeigen, dass Schwermetalle wie Blei, Quecksilber und Kupfer die Zahl unserer Abwehrzellen verringern und deren Fähigkeit, Krebszellen zu bekämpfen, einschränken können. Dies lässt vermuten, dass viele Menschen ein bisher unbekanntes Risiko tragen, das ihr Immunsystem und die zelleigene Reparaturfunktion schädigen könnte.
Hier bietet die Apheresebehandlung einen wirksamen Gegenansatz. Als Verfahren zur Reinigung des Blutplasmas kann die Apherese störende Stoffe und Umwelttoxine entfernen und dadurch wesentlich zur Stärkung der Immunabwehr und der Heilungsprozesse des Körpers beitragen. Die Anwendung modernster Filtertechnologien ermöglicht eine sanfte und auf den einzelnen Patienten maßgeschneiderte Entgiftung. Diese sorgsame Reinigung des Blutes kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken.
Die Apheresebehandlung bietet den Vorteil, dass es nicht nur extern aufgenommene Giftstoffe und Metalle entfernt, sondern auch Allergene, Stoffwechselendprodukte, Entzündungsmediatoren, Infektionstoxine und schädliche Eiweiße aus dem Blut filtert. Dadurch kann das Risiko von Krebserkrankungen potenziell gesenkt werden.

Apherese Therapie – Einblicke und Ziele
Durch die Apherese Therapie – auch bekannt als Blutwäsche – verfolgen wir mehrere Gesundheitsziele für unsere Patientinnen und Patienten: Wir sind in der Lage, spezifisch Umweltgifte, die Krankheiten und Entzündungen auslösen, aus dem Blut zu entfernen. Darüber hinaus ist es uns möglich, pro Behandlung Entzündungsmarker wie CRP oder TNF-a zu verringern. Gleichzeitig filtern wir im Zuge der Therapie fehlgebildete Autoantikörper aus dem Kreislauf. So bieten wir eine Antwort auf die weltweit steigende Rate an Autoimmunerkrankungen – nicht durch medikamentöse „Anti“-Mittel mit umfangreichen Nebenwirkungen, sondern durch das Entfernen der auslösenden Faktoren und schädlichen Reaktionsstoffe aus dem Körper mittels Apherese.
Der positive Effekt der Apherese Therapie wird besonders bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis (RA) und Polyneuropathie sichtbar. Hier können wir störende Immunkomplexe im Blut reduzieren. Viele an Rheuma erkrankte Personen berichten nach ersten Behandlungen mit der Apherese von spürbar verbesserter Beweglichkeit und einer signifikanten Linderung ihrer Schmerzen.
Die Rolle von Umweltgiften im Körper wird vor allem beim TILT (toxisches Intoleranz-Syndrom) offensichtlich. Hier zeigt sich, dass die Überempfindlichkeit gegen verschiedene Chemikalien abnimmt, je mehr der Körper von diesen Belastungen befreit wird.
Auch beim Chronic Fatigue Syndrome (CFS), das durch anhaltende Entzündungsprozesse verursacht wird, kann die Bedeutung von Entzündungsauslösern aufgezeigt werden, die mittels Apherese entfernt werden können. Folglich ist die Apherese ein vielseitig einsetzbares Verfahren, das bei einer breiten Palette von Krankheitsbildern zur Anwendung kommen kann.

Apherese bei welchen Krankheiten?
Die Apherese Behandlung unterstützt Ihren Körper, sich von einer Vielzahl schädlicher Substanzen zu befreien. Dazu zählen schädliche Stoffwechselprodukte wie Lipide, beispielsweise Cholesterin, pathogene Proteine wie Paraproteine und tumorassoziierte Proteine, zirkulierende Immunkomplexe, Pathoproteine, Haptene, an Proteine gebundene Toxine, fettlösliche Umweltgifte, komplexe Infektionstoxine, pathogene Antikörper und Entzündungsstoffe wie CRP und TNF-a.
Die Apherese ist vielfältig einsetzbar, sowohl präventiv als auch als akute Interventionsmaßnahme, und kann für zahlreiche Gesundheitsprobleme angewendet werden, darunter:
- Kinderwunschbehandlungen
- Rheumatische Erkrankungen
- Fatigue-Syndrome
- Post- und Long-Covid-Beschwerden
- Genetische Prädispositionen
- Alzheimer-Demenz
- Borreliose
- Schwermetallvergiftungen
- Autoimmunerkrankungen
- Fibromyalgie
- Chronisches Müdigkeitssyndrom
- Chronische Hepatitis C
- EPH-Gestose
- Bluthochdruck
- Multiple Sklerose
- Multiple Chemikalienüberempfindlichkeit (MCS)
- Hyperbilirubinämien
- Hämophilie
- Colitis ulcerosa
Zudem hilft sie dabei, Umweltbelastungen, Belastungen des Nervensystems, cardio- und cerebrovaskuläre Risikofaktoren sowie Herz-Risikofaktoren zu reduzieren. Durch die Plasmawäsche kann ein deregulierter Stoffwechsel oder eine überschießende Entzündungsreaktion normalisiert werden (sog. Stoffwechsel-/Immunmodulation).
Wir legen großen Wert auf Ihre Gesundheit und passen unsere Behandlungskonzepte individuell an das jeweilige Krankheitsbild unserer Patientinnen und Patienten an. Bei Interesse an einer Apherese-Therapie laden wir Sie herzlich ein, Kontakt mit uns aufzunehmen und einen Termin zu vereinbaren, um gemeinsam Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu verbessern.

Apherese bei Krebs
Wenn man an Krebs erkrankt ist, greifen Ärzte häufig auf Methoden wie Operationen, Strahlentherapie und besonders oft auf Chemotherapie zurück. Chemotherapie soll das Wachstum von Krebszellen stoppen und diese vernichten. Dabei setzt man auf Chemikalien, sogenannte Zytostatika, die darauf abzielen, sich schnell teilende Zellen zu bremsen. Das große Problem hierbei ist, dass diese Chemikalien nicht zwischen Krebszellen und gesunden Zellen unterscheiden können. Gesunde, sich schnell teilende Zellen, wie zum Beispiel die für die Bildung von Blut, Haaren oder für das Magen-Darm-System verantwortlichen Zellen, werden auch angegriffen. Das geschieht, weil die Zytostatika über eine Infusion dem Körper zugeführt werden und so überall hinkommen. Deswegen sind Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Müdigkeit, Haarausfall und Blutarmut keine Seltenheit. Diese Nebenwirkungen schwächen den Körper stark, das Immunsystem leidet und die Gesundheit wird insgesamt beeinträchtigt.
Hier kommt die Apherese bei Krebs ins Spiel, ein neues Verfahren, das darauf abzielt, die Belastung durch eine Chemotherapie zu verringern und den Körper zu schützen. Die Apherese verbindet mehrere bewährte Behandlungsansätze: Sie erhitzt das gewonnene Plasma, reinigt das Blut und verbessert die Sauerstoffzufuhr. Das Hauptziel ist, den Körper schnell und effektiv von den schädlichen Stoffen der Chemotherapie zu befreien. Durch Apherese können Rückstände von Zytostatika, Krebszellen und andere schädliche Stoffe aus dem Blut entfernt werden. Dadurch wird der Körper entgiftet und das Immunsystem kann sich erholen und wieder kräftig arbeiten.
Die Apherese bei Krebs ist eine Behandlung, die die schädlichen Auswirkungen einer Chemotherapie in nur einem Vorgang verringern und den Körper schützen kann. Die Apherese nutzt eine spezielle Form der Wärmebehandlung, die Hyperthermie. Bei dieser Methode wird jedoch nicht der ganze Körper von außen erwärmt, wie es bei herkömmlichen Hyperthermiebehandlungen der Fall ist. Stattdessen wird das Blut des Patienten durch einen Zugang, den sogenannten Venen-Port, aus dem Körper geleitet, außerhalb des Körpers auf eine höhere Temperatur gebracht, gereinigt und dann durch ein „intelligentes“ Filtersystem geschickt, bevor das Blut wieder in den Körper zurückgeführt wird.
Dieser Prozess entfernt sehr effektiv die Reste der Chemotherapie, die Krebszellen und andere schädliche Zellen, die sich im Blut befinden könnten – und das sehr schnell. Diese Reinigung des Blutes unterstützt den Körper enorm, indem sie ihn von diesen schädlichen Stoffen befreit, was dem Immunsystem ermöglicht, wieder ungestört zu arbeiten. Dies ist besonders wichtig bei der Krebsbehandlung, da ein starkes Immunsystem entscheidend ist, um die Selbstheilung des Körpers zu fördern.

Apheresebehandlung und zirkulierende Tumorzellen (CTC)
Wenn Sie einem schwer zugänglichen Tumor gegenüberstehen oder eine Operation hatten oder eine abgeschlossene Krebstherapie hinter sich haben und wissen möchten, ob der Tumor wächst oder wie er auf eine Behandlung reagiert, gibt es eine Möglichkeit, ohne eine chirurgische Biopsie an diese Informationen zu kommen: durch die Analyse von zirkulierenden Tumorzellen, kurz CTCs.
Diese CTCs sind Zellen, die sich vom eigentlichen Tumor gelöst haben und nun im Blutkreislauf schwimmen. Man kann sie als die Vorboten der Metastasenbildung sehen, also als Zellen, die potenziell neue Tumore in anderen Teilen des Körpers bilden können. Da diese Zellen viele Merkmale des Ursprungstumors widerspiegeln, können sie als biologische Marker genutzt werden, um mehr über den Tumor herauszufinden – etwa über seinen Zustand, Ursprung, wie weit er sich entwickelt hat und ob er auf eine Behandlung anspricht.
Um CTCs zu finden und zu analysieren, müssen Sie lediglich eine Blutprobe entnehmen lassen.
Eine solche Untersuchung ist sinnvoll vor Beginn einer Apheresebehandlung. So kann die Apherese die zirkulierenden Tumorzellen aus dem Blut entfernen und sind einer weiteren Untersuchung zugänglich.
In unserem Fall wird zusätzlich eine dunkelfeldmikroskopische Untersuchung durchgeführt, die über die Lebendigkeit dieser zirkulierenden Tumorzellen Auskunft gibt.
Mit dieser Untersuchung ist es auch möglich geworden, den Therapieerfolg einer Apherese-Behandlung zu ermitteln.